Hin und wieder werden im Progmetal extraharte Töne angeschlagen, ohne dass Komplexität oder Experimentalität darunter leiden. The Sin Committee - der Name deutet es bereits an - gehören in diese Kategorie. Sänger Joris Bod ist Hardcore-geübt, kann melodisch singen oder die raue Rockröhre geben, ganz nach Moment und Motiv. Seine Gesangslinien sind interessant, sehr dynamisch und dem Thema angepasst, das die instrumentale Band spielt. Raymon van Vugh (g), Willem Elbers (b) und Victor Smeets (dr) bauen die druckvollen, energischen Arrangements, entwerfen die aufwendig komplexe Songstruktur. Die tiefer gestimmten Gitarren bringen schwere Düsternis in den glasklar harten Sound ein, exzellent von Bass und Schlagzeug unterstützt, die Rhythmus als brachiale, wilde und voluminöse Energie verstehen. Stete Breaks machen fast schwindeln, die enorme Vielfalt der Songs mit Rhythmus- und Themenwechseln, die anspruchsvollen Arrangements, in denen Themen sich hektisch einander ablösen und später wiederkommen, beanspruchen Konzentration, bis die Songs im Ohr aufgehen, nach etlichen Durchläufen.

"Confess" enthält 5 Tracks, ist etwas über 22 Minuten lang und enthält kein balladeskes Material. Zwar sind lange instrumentale Flächen nicht zu hören, aber äußerst interessante Intros und kürzere Parts zwischen den Gesangspassagen. Die vollständige Abwesenheit von Keyboards - im Progmetal - ist null Manko. Es gibt kein symphonisches Klima, dafür umso wildere Komplexe und deftigen Druck, von keinem Schönklang ausgebremst.
Tolle EP einer technisch exzellenten Band. Spielt ihr auch live, gebt Konzerte?

http://www.ragazzi-music.de/sincommittee.html



<back>